Urlaub mit kleinen oder großen Fehlern? – Ihr gutes Recht auf Reisen

Die schönste Zeit des Jahres soll Erholung und Spaß bringen – aber so mancher Urlauber ärgert sich über nächtlichen Lärm im Hotel, Ungeziefer im Zimmer oder ungenießbares Essen.

Dabei hat man in vielen Fällen das Recht auf seiner Seite und muss nur wissen, wie man am besten vorgeht. Zuerst gilt es, zwischen Pauschalreise und Individualreise zu unterscheiden. Die typische Kombination von verschiedenen Leistungen, die man bei demselben Veranstalter bucht, fällt unter den Begriff Pauschalreise. Wer solch eine Reise bucht, genießt als Verbraucher besondere Rechte. Aber: Nicht nur All-Inclusive-Reisen fallen unter diese Vorschriften, sondern alle Kombinationen von mindestens zwei Hauptreiseleistungen, die vom selben Veranstalter angeboten werden. Also: Flug und Hotel, Hotel und Sprachkurs oder Ähnliches. Wer seine Reisebausteine dagegen einzeln plant und bucht, muss sich bei Mängeln mit jedem einzelnen Vertragspartner auseinandersetzen, häufig gilt hier ausländisches Recht.

Das deutsche Pauschalreiserecht gilt für alle Reisen, die im Inland gebucht wurden, auch für Buchungen über das Internet. Am wichtigsten bei Reisemängeln ist, diese unverzüglich, noch vor Ort, beim Reiseleiter anzuzeigen. Andernfalls droht ein Verlust von Ansprüchen. Fotos, eine genaue Dokumentation und Zeugenaussagen über die Mängel erleichtern später die Durchsetzung der Rechte des Urlaubers. Damit ist es jedoch nicht getan: Man hat nur einen Monat nach Rückkehr von der Reise Zeit, seine Ansprüche beim Reiseveranstalter anzumelden. Viele bieten schon auf Kulanzbasis kleinere Entschädigungen an; die sogenannte Frankfurter Tabelle – vom Landgericht Frankfurt entwickelt – gibt Anhaltspunkte für mögliche Reisepreisminderungen.

Ein Reiseveranstalter darf die Rechte, die bei einer Pauschalreise gelten, nicht zum Nachteil des Reisenden in seinem Vertrag abändern. Neben erleichterten Ansprüchen auf Minderung und Schadensersatz gibt es besondere Kündigungsmöglichkeiten, etwa bei höherer Gewalt. Durch den Sicherungsschein, vor dessen Erhalt man keinerlei Anzahlungen leisten sollte, ist man bei Insolvenz des Veranstalters geschützt und erhält die gezahlte Summe zurück bzw. nach Antritt der Reise den nicht verbrauchten Preis und die Kosten der Rückreise.

Immer mehr Reisende stellen sich ihren Urlaub im Internet selbst bei mehreren Anbietern zusammen, so dass das bisherige Reiserecht für sie nicht gilt. Es beruht auf einer EU-Richtlinie aus dem Jahr 1990. Im Juli 2013 hat die EU-Kommission einen Vorschlag zur Modernisierung der Vorschriften vorgelegt, der 2014 in Kraft treten soll. Geplant sind auch für individuelle Reisearrangements unter anderem erleichterte Ansprüche auf Schadensersatz und Stornierung sowie Schutz bei Insolvenz.

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1 Comment

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